Rechtliche Fragen und Probleme

Cybermobbing
Cybermobbing stellt immer wieder ein Problem unter Kindern und Jugendlichen dar und steht oftmals in Verbindung mit „klassischem“ Mobbing. Der folgende Link gibt Informationen darüber, was man unter Cybermobbing konkret versteht, wie man dieses als Eltern erkennt und was Sie bei einem Cybermobbingfall unternehmen können.
https://www.schau-hin.info/informieren/extrathemen/cybermobbing.html
Sollte ein Cybermobbingfall in einer Klasse auftreten können sich Schüler auch jederzeit an die Medienscouts wenden, die ihnen Verhaltenstipps geben können und den Fall unter Stillschweigen behandeln. Zudem stehen alle Lehrkräfte, Bettina Alsters (Schulsozialarbeiterin) und das Direktorat für Anliegen dieser Art zur Verfügung, sodass eine gemeinsame Lösung für das Problem gefunden werden kann.
Bei (Cyber-)Mobbing handelt es sich keineswegs um ein Kavaliersdelikt, sondern wurde in gravierenden Fällen bereits juristisch verfolgt und belangt. Ein Beispiel für das Ausmaß, das Cybermobbing nehmen kann und welche juristischen Folgen es möglicherweise nach sich zieht liefert folgender Fall aus dem Jahr 2015:
http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2016-N-02120?hl=true&AspxAutoDetectCookieSupport=1
Besonders zu beachten sind hierbei die vom Gericht verhängte Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 1.500€ und die Androhung eines Ordnungsgeldes von 250.000€ im Falle eines erneuten Vergehens des Täters gegenüber dem Opfer. Dabei wird deutlich, dass das Gericht klar die Eltern des zum Tatzeitpunkt 12-jährigen Täters in die Pflicht nimmt.

Verbreitung von Gewaltvideos
Die Verbreitung von Gewaltvideos bis hin zu gefilmten Hinrichtungen durch den IS ist zurecht oftmals der Auslöser für große Besorgnis unter den Erziehungsberechtigten und zieht lange Diskussionen unter Eltern und an Schulen nach sich. Um zu vermeiden, dass Ihr Kind an solche Videos allzu leicht gelangt, sollten Sie von Anfang an die Mediennutzung Ihres Kindes begleiten und damit ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen, sodass Sie über die sozialen Kreise, in denen Ihr Kind verkehrt, informiert sind. Zudem ist es möglich Jugendschutzfilter zu installieren und diese durch ein Passwort zu schützen, sodass negative Inhalte von Ihrem Kind ferngehalten werden können. Weitere Informationen zum Thema, zu geeigneten Jugendschutzfiltern und kindgerechten Informationsseiten bzw. -sendungen liefert:
https://www.klicksafe.de/jugendschutzfilter/

Hate speech
Ein leider sehr aktuelles Thema im Internet ist die, v.a. von extremistischen Gruppen, verwendete „Hate speech“. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen sind 94 Prozent der 14-24-jährigen im Netz schon auf Hass-Kommentare gestoßen. (https://www.klicksafe.de/themen/problematische-inhalte/hate-speech/)

Wie Eltern ihre Kinder vor extremistischer Hetze und Hass schützen können zeigt folgende Seite:
https://www.schau-hin.info/informieren/medien/chatten/wissenswertes/hass-im-netz-hate-speech.html

Ein gelungener Ansatz bei der direkten Konfrontation mit „Hate speech“ kann die „Counter Speech“ darstellen, also das (oftmals lustige) Dagegenhalten gegen verbreitete „Hate speech“ mittels Sprüchen, Videos, Gifs oder Memes. Mehr Informationen dazu bietet:
https://no-hate-speech.de/de/

Urheberrecht
Obwohl dieses Thema praktisch omnipräsent ist, wird wohl kein Recht so häufig missachtet wie das Urheberrecht. Was Eltern und ihre Kinder bei diesem Thema beachten sollten, zeigt zusammengefasst: https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/urheberrecht/

Weiterführende und stets aktuelle Informationen zum Urheberrecht finden Sie auch auf:
https://irights.info/
Die Seite liefert v.a. unter den Abschnitten „Grundwissen“ interessante Informationen, die die meisten Fragen beantworten sollten.

Grundsätzlich sollten Kinder und Jugendliche darauf achten, dass sie keine Bilder von jemanden ins Netz hochladen, der nicht vorher zugestimmt hat. Auch bei der Veröffentlichung anderer Grafiken oder Bilder, die für Präsentationen etc. verwendet werden und anschließend z.B. auf die Schulhomepage gestellt werden, sollten „freie“ Inhalte verwendet werden (erkennbar an der Kennzeichnung „CC“ für „Creative Commons“ – unrühmliche Ausnahmen bilden jedoch diese beiden Fälle: https://irights.info/artikel/vermehrte-abmahnungen-bei-creative-commons-fotos/27407). Somit sind bei Veröffentlichung von „Creative Commons“ Werken stets die Lizenzbedingungen zu beachten. Bei Suchmaschinen lassen sich die Suchparameter dementsprechend anpassen, dass nur lizenzfreie Werke angezeigt werden, wobei hier natürlich auch mit Einschränkungen bei den Suchergebnissen gerechnet werden muss. Zudem existieren lizenzfreie Bilddatenbanken wie www.pixelio.de oder www.photocase.com.


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